KI-Prompts
Ein Prompt ist der Text, mit dem Flow die KI fragt. Jede KI-Interaktion folgt einem hinterlegten Prompt – Sie passen ihn unter System → KI, Reiter Prompts, an, ohne auf ein Update zu warten.
So geht's
Einen Prompt anpassen
- Wählen Sie oben rechts den Bereich, wenn die Fassung für einen Bereich gelten soll.
- Öffnen Sie System → KI, Reiter Prompts.
- Klicken Sie auf die Zeile der Interaktion – oder im Menü der Zeile auf Bearbeiten.
- Ändern Sie im Abschnitt Der Prompt die Anweisung und die Frage. Lassen Sie die Platzhalter wie
{{text}}stehen. - Wählen Sie unter Modell und Notiz nach Bedarf einen Zugang, Nachdenken vor der Antwort und Token für die Antwort. Schreiben Sie in die Notiz, warum es diese Fassung gibt.
- Probieren Sie den Entwurf unter Ausprobieren aus – siehe Probelauf.
- Klicken Sie Speichern.
Zur Vorlage zurückkehren
- Öffnen Sie die Fassung und klicken Sie Auf die Vorlage zurücksetzen.
- Bestätigen Sie mit Endgültig löschen.
Die Vorlage von Netbits lesen
- Wählen Sie im Menü der Zeile Netbits-Vorlage ansehen.
Gut zu wissen
- Drei Ebenen, die speziellste gewinnt: Netbits-Vorlage, Fassung für den Bereich, eigene Fassung. Die Spalte Greift hier zeigt, welche gerade fragt.
- Die Spalte „Läufe (30 Tage)“ zeigt je Fassung, wie oft sie lief und wie oft ihr Ergebnis korrigiert wurde.
- Fehlt ein Platzhalter, warnt das Fenster. Ein Platzhalter mit Tippfehler geht unverändert an das Modell.
- Die Form der Antwort ist nicht änderbar. Der Text ist frei, die Form nicht.
- Nachdenken vor der Antwort kostet Token vor der Antwort. Automatisch schaltet es aus, sobald eine Antwortform feststeht. Die Einstellung gilt auch für Antworten aus dem Wissen – im Assistenten und in der Hilfe. Die Frage an die Hilfe steht auf Aus.
- Token für die Antwort leer lassen heißt Vorgabe. Zu knapp schneidet die Antwort ab.
- Der Zugang verschiebt nur die Reihenfolge. Leer gilt die Reihenfolge unter Zugänge.
Hintergrund
Kurz (bisher)
Der Text, mit dem Flow die KI fragt. Jede KI-Interaktion folgt einem hinterlegten Prompt – Sie können ihn anpassen, ohne auf ein Update zu warten.
Warum es das gibt
Diese Texte standen bis vor Kurzem im Programmcode. Jede Verbesserung war damit ein Update, und eine Dokumentkategorie, die Sie selbst anlegen, konnte keine Erkennung bekommen: Der Prompt, der sie beschreibt, hätte von uns kommen müssen.
Wo Sie es finden
System → KI → Prompts. Eine Zeile je Interaktion; Klick öffnet die eigene Fassung, Rechtsklick zeigt zusätzlich Netbits-Vorlage ansehen und Auf die Vorlage zurücksetzen. Das Formular steht in vier Reitern: Der Prompt (Anweisung, Frage, Platzhalter), Modell und Notiz, Ausprobieren (Probelauf) und Form der Antwort.
Die Spalte Läufe (30 Tage) zeigt je Fassung, wie oft sie lief und wie oft ihr Ergebnis von Hand korrigiert wurde – die einzige Zahl, die sagt, ob eine Änderung etwas gebracht hat.
Drei Ebenen, die speziellste gewinnt
- Netbits-Vorlage – wird mitgeliefert und bei Updates gepflegt. Sie ist immer da.
- Bereich – Ihre Fassung für einen Bereich. Sie überschreibt die Vorlage.
- Eigene Fassung – gilt nur für Sie. Sie überschreibt beide.
In der Spalte Greift hier steht, welche Fassung im gewählten Bereich tatsächlich fragt. Wer eine Fassung entfernt, fällt auf die darüberliegende zurück – nichts geht dabei verloren, denn die Vorlage bleibt.
Der Bereich oben rechts entscheidet mit: Ohne gewählten Bereich lässt sich nur eine eigene Fassung anlegen. Eine Bereichsfassung ohne Bereich gäbe es nicht, und stillschweigend den erstbesten zu nehmen hieße, sie an einer Stelle wirksam zu machen, die Sie nicht gemeint haben.
Platzhalter
{{text}}, {{kategorien}} und was sonst über dem Feld steht sind Platzhalter: Flow setzt
dort die Daten ein, bevor die Frage hinausgeht. Sie sind das Einzige, was Flow beisteuert – was
nicht im Text steht, sieht das Modell nicht.
Beispiel aus der Vorlage für die Dokumenterkennung:
Erlaubte Kategorien:{{kategorien}}
Text:{{text}}Lassen Sie einen Platzhalter weg, warnt die Maske. Es ist kein Fehler – es kann sogar gewollt sein –, aber die Erkennung wird ohne die Angabe schlechter, und das merkt man sonst erst an den Ergebnissen.
Ein Platzhalter, den es nicht gibt (Tippfehler), bleibt im Text stehen und geht so an das Modell. Auch das ist Absicht: Spurlos verschwinden wäre schlimmer, denn dann fehlte eine Angabe, ohne dass jemand erführe welche.
Die Form der Antwort
Zu den mitgelieferten Interaktionen gehört ein Antwortschema. Es wird dem Anbieter mit der Anfrage vorgegeben, damit das Modell die Form nicht verfehlen kann – gleichgültig, wie Sie den Text umformulieren.
Deshalb ist es nicht änderbar: Die Form gehört zu der Stelle im Programm, die die Antwort liest. Der Text ist frei, die Form nicht. Das ist auch der Grund, warum Sie beim Anpassen wenig kaputt machen können – eine schlechtere Formulierung liefert schlechtere Ergebnisse, aber keine unbrauchbaren.
Nachdenken vor der Antwort
Manche Modelle denken erst laut nach und antworten dann. Das kostet Zeit und Token — und zwar vor der Antwort: Ist das Budget aufgebraucht, wird abgeschnitten, und zurück kommt ein Rest.
- Automatisch (empfohlen) – aus, sobald eine Antwortform erzwungen wird. Wo die Form feststeht, gibt es nichts zu erörtern.
- Aus – für reines Ablesen: eine Signatur, eine Adresse, eine Zahl von einem Beleg.
- An – für Antworten, die abgewogen werden müssen: „welche von drei Kategorien passt und warum”.
Woran man merkt, dass es nötig war: Die Antwort ist auffällig karg, obwohl im Text alles steht. Gemessen am 21.09.2026 an „Aus Nachricht ermitteln”: 951 Token hinein, 3.856 hinaus – für eine Antwort, die keine 200 braucht. Ein Lauf lief ins Budget, und zurück kam ein Name statt einer Signatur. Das sieht aus wie ein schlechter Prompt und ist keiner.
Token für die Antwort
Wie lang die Antwort werden darf. Leer lassen heißt Vorgabe (4.096).
- Zu knapp schneidet ab – und eine abgeschnittene Antwort ist kein schlechtes Ergebnis, sondern gar keines.
- Zu großzügig kostet nur dann etwas, wenn das Modell den Platz auch nutzt.
Die Zahl gilt für diese Aufgabe, nicht für den Zugang: Eine Signatur braucht zweihundert Token, eine Zusammenfassung tausend. Was das Modell insgesamt verträgt, stellt der Betreiber am Modellserver ein – Flow fragt nie mehr an, als hier steht.
Welches Modell antwortet
Eine Einordnung ist mit einem kleinen Modell im eigenen Haus gut bedient, der Assistent braucht ein großes. Deshalb lässt sich je Interaktion ein Zugang wählen.
Der Wunsch verschiebt nur die Reihenfolge. Ein Zugang, der für den Bereich nicht freigegeben, nicht eingeschaltet oder für die Aufgabe nicht geeignet ist, kommt weiterhin nicht zum Zug – und die Prüfung, ob die Daten überhaupt außer Haus dürfen, steht ohnehin davor.
Bleibt das Feld leer, gilt die Reihenfolge aus dem Reiter Zugänge.
Was ein guter Prompt sagt
- Was das Modell ist („Du bist ein Klassifizierer”) – das steht in der Anweisung.
- Was bei Unsicherheit gilt. Ohne diesen Satz rät ein Modell lieber, als zuzugeben, dass es nicht weiß. Die Vorlage sagt deshalb: lieber ein niedriger Wert als eine falsche Sicherheit.
- Woran die Kategorien zu erkennen sind. Die Beschreibung einer Dokumentkategorie geht über
{{kategorien}}mit hinaus – gepflegt wird sie bei den Kategorien, nicht hier.
Ausprobieren, bevor Sie speichern
Wählen Sie unten Objekte aus – bei der Dokumenterkennung sind das Ihre zuletzt bearbeiteten Dokumente – und starten Sie den Probelauf. Der Entwurf in den Feldern wird dabei nicht gespeichert; genau das ist der Zweck: erst sehen, dann übernehmen.
Nehmen Sie mehrere. Ein Prompt, der ein Beispiel trifft, kann an den übrigen neun scheitern. Zehn Objekte je Lauf sind das Maximum – mehr kostet nur Zeit und Token, ohne mehr zu zeigen.
Die Spalte Bisher zeigt, was heute zugeordnet ist. Das ist ein Vergleichswert, keine Wahrheit: Auch die bisherige Zuordnung kann falsch sein – deshalb steht sie da und wird nicht bewertet.
Der Probelauf ist ein echter Aufruf. Er schickt die Inhalte der gewählten Objekte an das Modell, er kostet Token und er steht in der Nutzungsstatistik. Und es gilt dieselbe Prüfung wie im Betrieb: Wer einen Prompt für vertrauliche Unterlagen entwickelt, kann ihn nicht eben an einem Cloud-Modell ausprobieren. Das ist unbequem und richtig so – die Alternative wäre eine Hintertür an der Schutzklassenprüfung vorbei, ausgerechnet für die heikelsten Unterlagen.
Vorsicht mit Beispielen
Was Sie in den Prompt schreiben, geht bei jedem Aufruf mit – auch bei Dokumenten, die damit nichts zu tun haben. Ein Beispiel mit echten Namen oder Beträgen verlässt damit bei einem externen Zugang jedes Mal das Haus. Verhindern lässt sich das nicht; deshalb steht es hier.
Stand: 01.11.2026
Probelauf#
Der Probelauf probiert einen Prompt-Entwurf an echten Objekten aus, ohne ihn zu speichern. Je Objekt sehen Sie das Ergebnis samt Dauer, Token und dem Zugang, der geantwortet hat.
So geht's
- Öffnen Sie den Prompt und wechseln Sie in den Abschnitt Ausprobieren.
- Wählen Sie unter Objekte mehrere aus – höchstens zehn je Lauf.
- Klicken Sie Probelauf starten. Ein Fenster zeigt, an welchem Objekt der Lauf gerade ist, und darunter die Ergebnisse.
- Wollen Sie früher aufhören, klicken Sie Nach diesem Objekt anhalten.
- Haben Sie das Fenster geschlossen, öffnet Ergebnisse ansehen es wieder.
Gut zu wissen
- Nehmen Sie mehrere Objekte. Ein Prompt, der ein Beispiel trifft, kann an den übrigen scheitern.
- Gespeichert wird nichts – weder der Entwurf noch die Antwort.
- Die Obergrenze je Lauf stellt ein Administrator unter System → Systemparameter ein („Probelauf: Objekte je Lauf“).
- Wählt die Interaktion keinen Zugang, kann ein anderes Modell antworten als später im Betrieb.
Hintergrund
Kurz (bisher)
Probiert den Entwurf an echten Objekten aus, ohne ihn zu speichern. Das Ergebnis steht je Objekt daneben – samt Dauer, Token und dem Zugang, der geantwortet hat.
Warum es das gibt
Ein Prompt, den man nur speichern und dann im Betrieb beobachten kann, wird nach Gefühl geändert. Und ein einzelnes Beispiel beweist wenig: Einer, der ein Beispiel trifft, kann an den übrigen neun scheitern. Deshalb mehrere Objekte je Lauf, höchstens zehn (einstellbar unter System → Systemparameter, „Probelauf: Objekte je Lauf“).
Was Sie eintragen
- Objekte – die Auswahl kommt aus dem Fachmodul, für die Einordnung also aus der Dokumentenablage. Gibt es keine, sagt die Seite das; erfundene Beispiele gäbe es nicht.
- Danach Probelauf starten. Ein Fenster zeigt, was gerade geschieht, und darunter das Ergebnis je Objekt.
Was dabei wirklich passiert
Der Probelauf übermittelt die Inhalte der gewählten Objekte an ein echtes Modell – wie im Betrieb, mit derselben Prüfung, wohin sie dürfen. Er kostet Token und steht in der Auswertung; bei einem externen Zugang verlassen die Inhalte das Haus. Das gehört gesagt, bevor jemand auf den Knopf drückt, nicht danach.
Gespeichert wird nichts – weder der Entwurf noch die Antwort. Was Sie sehen, sehen Sie einmal.
Warum das Ergebnis vom Betrieb abweichen kann
Der Probelauf baut die Eingabe an derselben Stelle zusammen wie der Betrieb – zwei Stellen liefen binnen eines Monats auseinander, und der Probelauf bewiese dann etwas anderes als der Betrieb. Unterschiedlich sein kann trotzdem das Modell: Wählt die Interaktion keinen Zugang, entscheidet die Reihenfolge unter Zugänge, und die kann sich ändern.
Hängt zusammen mit
Stand der Texte: Netbits.Flow 0.2.0.0-beta.3 · Schlüssel ai-platform.prompt
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