Zum Inhalt springen

Datenträger

Ein Datenträger ist eine Platte, auf der die Daten dieses Mandanten liegen. Angekreuzt ist, wofür sie da ist – Ablage, E-Mails, Versionen, Archiv; den Rest legt Flow selbst an. Einrichten und ändern darf nur Netbits.

So geht's

Als Administrator nachsehen

  1. Öffnen Sie System → Dateien.
  2. Wechseln Sie in den Reiter Datenträger.
  3. Prüfen Sie, ob unter einem Datenträger ein gelbes Zeichen steht – daneben steht ein Satz, was zu tun ist.
  4. Soll sich etwas ändern, wenden Sie sich an Netbits.

Als Netbits einen Datenträger eintragen

  1. Klicken Sie Neuer Datenträger.
  2. Geben Sie Name und Eingehängt unter ein – wo die Platte auf dem Server eingehängt ist.
  3. Schalten Sie in der Netbits-Cloud Proxmox-Disk in der Netbits-Cloud ein und füllen Sie Seriennummer, Storage, Slot und Größe laut Vertrag (GB).
  4. Kreuzen Sie die Verwendungen an.
  5. Klicken Sie Speichern.

Ändern oder austragen

  1. Öffnen Sie das Menü am Datenträger.
  2. Wählen Sie Bearbeiten oder Austragen ….

Gut zu wissen

  • E-Mails, Versionen und Archiv liegen je Mandant an genau einer Stelle; Ablage-Datenträger darf es mehrere geben.
  • Wird die Ablage als Netzlaufwerk freigegeben, braucht sie btrfs – sonst nimmt Flow die Platte für die Ablage nicht an.
  • Eine Verwendung lässt sich nur abhaken, wenn dort nichts mehr liegt. Der Pfad bleibt, wie er ist.
  • Austragen nimmt nur den Eintrag weg; Platte und Dateien bleiben unangetastet.

Hintergrund

Kurz (bisher)

Ein Datenträger ist eine Platte, auf der die Daten dieses Mandanten liegen – meist ein eigener Bereich auf dem Speicher von Netbits, der nur diesem Kunden gehört. Am Datenträger ist angekreuzt, wofür er da ist: Ablage, E-Mails, Versionen, Archiv. Den Rest legt Flow selbst an. Zu finden unter System → Dateien → Datenträger.

Beispiel: Die Firma Netbits hat 500 GB gekauft. Netbits richtet dafür eine Platte ein, hängt sie unter /srv/nbf/netbits ein und kreuzt Ablage, E-Mails und Versionen an. Flow legt darauf ablage/, mail/ und blobs/ an und dazu die Speicherorte „Netbits · Ablage“ und „Netbits · E-Mails“.

Wer das einstellt

Nur Netbits. Die Platte ist Teil des Vertrags: Wie groß sie ist und wofür sie dient, ist mit dem Kunden vereinbart. Als Administrator sehen Sie hier, wo Ihre Daten liegen und ob die Platte passt. Etwas ändern lassen Sie über Netbits.

Die vier Verwendungen

  • Ablage – die Hauptordner mit ihren Ordnern und Dateien. Davon darf es mehrere geben, etwa eine zweite Platte für die Konstruktionszeichnungen.
  • E-Mails – die Nachrichten und Anhänge der Postfächer. Sie sind nur über Flow erreichbar, nie als Netzlaufwerk. Den Hauptordner „E-Mails“ legt Flow je Bereich selbst an, sobald dort die erste Nachricht eintrifft.
  • Versionen – frühere Fassungen einer Datei, etwa der Stand vor dem letzten Speichern aus Word, und Dateien gleich nach dem Hochladen, bevor sie einen Ordner haben.
  • Archiv – fixierte Dateien und alte Mails, die vom Hauptspeicher wegziehen, damit er nicht voll wird.

E-Mails, Versionen und Archiv liegen je Mandant an genau einer Stelle. Gäbe es zwei Orte für E-Mails, läge jede Mail im einen oder im anderen, und niemand wüsste, wo.

Welches Dateisystem wofür

Ein Dateisystem ist die Art, wie eine Platte ihre Dateien ordnet. Meistens ist es egal, welches. Es gibt eine Ausnahme, und für das Archiv eine Empfehlung:

btrfs ist nötig für die Ablage, wenn sie als Netzlaufwerk freigegeben wird. Nur mit btrfs kann Flow Schnappschüsse anlegen, also während der Arbeitszeit etwa stündlich ein Foto der Ablage. Im Windows-Explorer erscheinen sie unter „Vorgängerversionen“. Beispiel: Jemand in der Buchhaltung hat um 10:40 versehentlich eine Tabelle überschrieben. Mit btrfs holt er sich im Explorer die Fassung von 10:00 selbst zurück. Ohne btrfs gibt es diesen Rückweg nicht, und Flow nimmt die Platte für die Ablage nicht an.

Freigegeben wird die Ablage nur, wenn Flow beim Kunden vor Ort läuft, mit genau einem Mandanten. In der Cloud liegen mehrere Kunden auf einem Server, und ein Netzlaufwerk gehört nicht ins offene Internet. Dort braucht die Ablage kein btrfs, und man erreicht sie über Flow.

Für E-Mails und Versionen geht jedes Dateisystem, auch eine Freigabe der NAS über NFS. Diese Dateien gibt niemand frei, und um ihre Versionen kümmert sich Flow selbst. Beispiel: Ein Kunde hat schon eine große NAS und möchte die Postfächer dort haben. Netbits trägt die NFS-Freigabe als zweiten Datenträger nur mit „E-Mails“ ein.

Für das Archiv ist btrfs empfohlen, aber nicht nötig. btrfs merkt sich zu jeder Datei eine Prüfsumme und meldet, wenn sich auf der Platte über die Jahre ein Fehler einschleicht. Flow prüft Archivdateien aber ohnehin selbst. Auf einer NAS-Freigabe übernimmt die NAS den Schreibschutz. Beispiel: Das Archiv liegt auf einer zweiten Platte der Archiv-NAS. Mit btrfs fällt ein beschädigter Block auf, bevor jemand die Rechnung von vor acht Jahren braucht.

Was Flow prüft

Beim Speichern prüft Flow jede Verwendung:

  • Ist die Platte eingehängt? Sonst schriebe Flow in einen leeren Ordner, und die echten Daten lägen unsichtbar darunter.
  • Ist es nicht die Platte des Servers? Läuft sie voll, steht der ganze Server, auch für alle anderen Kunden.
  • Kann Flow dort schreiben? Eine nur lesend eingehängte Platte fällt sonst erst beim ersten Speichern auf.
  • btrfs für die freigegebene Ablage, wie oben beschrieben.

Passt etwas nicht, steht unter dem Datenträger ein gelbes Zeichen mit einem Satz, was zu tun ist.

Fehlt eine Platte, etwa weil der Speicher neu startet, sperrt Flow nur diesen Mandanten: Niemand kann sich anmelden, und es werden keine Mails abgeholt. So landet nichts versehentlich auf der Platte des Servers. Die anderen Kunden merken davon nichts. Flow sieht jede Minute nach, und sobald die Platte wieder da ist, geht es weiter.

In der Netbits-Cloud: die Proxmox-Disk

In der Cloud ist jeder Datenträger eine eigene virtuelle Platte des Servers, die auf einem Speicher von Netbits liegt. Am Datenträger steht dann zusätzlich, welche das ist:

  • Seriennummer, etwa t-mueller01 – der feste Name der Platte. Unter genau diesem Namen hängt sie auch: /srv/flow/tenants/t-mueller01. Er ändert sich nie.
  • Storage, etwa nfs-nas1 – auf welchem Speicher sie liegt. Zieht sie auf einen anderen um, ändert sich nur das.
  • Slot, etwa scsi2 – an welchem Anschluss des Servers sie steckt.
  • Größe laut Vertrag in GB. Sie wird nur größer, nie kleiner.

Beispiel: Die Firma Müller hat 2 TB gekauft. Netbits legt die Platte t-mueller01 mit 2048 GB auf nfs-nas1 an, richtet sie ein und trägt sie hier ein. Kauft Müller ein weiteres Terabyte dazu, steht hier danach 3072 GB.

Beim Kunden vor Ort gibt es diese Angaben nicht.

Ändern und Austragen

Der Pfad bleibt, wie er ist, denn eine Platte zieht nicht um. Eine Verwendung abhaken geht nur, wenn dort nichts mehr liegt: keine Hauptordner auf der Ablage, keine Dateien in den Versionen. Austragen nimmt nur den Eintrag weg. Die Platte und ihre Dateien bleiben unangetastet.

Speicherorte, die Flow aus einem Datenträger macht, tragen in der Liste den Hinweis Datenträger. Pfad und Rechte folgen aus der Verwendung, geändert wird hier. Speicherorte von Hand gibt es weiterhin für Ausnahmen, etwa die eigene NAS eines Kunden oder einen alten Server als Altbestand.

Stand: 01.11.2026

Hängt zusammen mit

Stand der Texte: Netbits.Flow 0.2.0.0-beta.3 · Schlüssel dateien.datentraeger

Netbits.Flow ist ein Produkt der Netbits e.U. ·Kontakt · Impressum · Datenschutz