Zum Inhalt springen

Speicherorte

Ein Speicherort ist ein benannter Ort hinter einem Pfad – ein NAS, ein Windows-Server oder eine lokale Platte. Speicherorte richtet Netbits ein; als Administrator sehen Sie hier, wo Ihre Daten liegen, ob alles erreichbar ist und welche Hauptordner darauf liegen.

So geht's

Zustand nachsehen

  1. Öffnen Sie System → Dateien, Reiter Speicherorte.
  2. Klicken Sie Zustand prüfen, um den Zustand jetzt zu messen.
  3. Lesen Sie die Zustand-Spalte: ok, flüchtig oder nicht erreichbar – den Grund zeigt der Hinweis.
  4. Einen einzelnen Speicherort gleichen Sie über das Menü der Zeile mit Jetzt abgleichen ab.

Altbestand zuweisen

  1. Öffnen Sie das Menü am Altbestand.
  2. Wählen Sie Zuweisungen …, um festzulegen, wer welchen Ordner sieht.
  3. Wählen Sie Überblick …, um zu sehen, wie weit die Übernahme ist.

Als Netbits einen Speicherort anlegen

  1. Klicken Sie Neuer Speicherort.
  2. Füllen Sie im Abschnitt Ort Name und Mount-Pfad aus.
  3. Wählen Sie die Rechte-Durchsetzung und im Abschnitt Verbindung, wer den Mount herstellt.
  4. Klicken Sie Speichern. Scheitert der Mount, wird der Speicherort nicht angelegt.

Am eigenen Fileserver anmelden (Windows)

  1. Öffnen Sie im Explorer Dieser PC → Netzlaufwerk verbinden.
  2. Geben Sie \\SERVER\Firma ein und wählen Sie „Verbindung mit anderen Anmeldeinformationen herstellen“.
  3. Melden Sie sich als FLOW\name an – der Anmeldename aus Flow bis zum @ – mit dem Kennwort aus Flow.

Gut zu wissen

  • Meist entstehen Speicherorte aus einem Datenträger – in der Liste mit dem Hinweis Datenträger. Geändert wird dann am Datenträger.
  • Nur über Netbits.Flow lässt sich nicht zurücknehmen. Gedacht ist es vor allem für die E-Mails.
  • Am eigenen Fileserver gelten die Rechte aus Flow; Änderungen wirken nach etwa einer Minute.
  • Speicherorte der Anlage gehören der ganzen Installation; Sie sehen sie, bearbeiten sie aber nicht.

Hintergrund

Kurz (bisher)

Ein Speicherort (technisch: Store) ist ein benannter Ort hinter einem Pfad: dahinter steckt ein NAS, ein Windows-Server oder eine lokale Platte. Benutzer sehen ihn nie – er ist reine Administration.

Speicherorte richtet Netbits ein, auch die eines Bereichs – die Platte ist Teil des Vertrags. Als Administrator sehen Sie sie, ihren Zustand und welche Hauptordner darauf liegen. Meist entstehen sie gar nicht von Hand: Für die Platte eines Kunden trägt Netbits einen Datenträger ein, und Flow macht daraus die Speicherorte für Ablage und E-Mails – in der Liste mit dem Hinweis Datenträger (siehe Datenträger). Von Hand bleibt die Ausnahme: die eigene NAS eines Kunden, ein alter Server als Altbestand.

Warum es das gibt

Der Bereich sitzt am Store, nicht erst am Hauptordner: Damit ist die Trennung physisch und nicht bloß eine Spalte. Die Firmendaten liegen auf dem Firmen-NAS, die privaten woanders. Wer nur ein Gerät hat, legt je Bereich einen Store mit eigenem Mount-Pfad darauf an – ein Store ist ein benannter Ort, kein Gerät.

Was Sie eintragen

  • Name – z. B. „Store-1“. Er erscheint in der Hauptordner-Verwaltung, sonst nirgends.

  • Mount-Pfad – der absolute Pfad am Host, z. B. /mnt/nas-kunden.

  • Bereich – wem der Store gehört. Er entscheidet auch über den Bereich jedes Hauptordners darauf; später nicht mehr änderbar.

  • Nur über Netbits.Flow – der Ort ist Speicher und sonst nichts: keine Freigabe, keine Rechteprojektion, kein Abgleich. Erreichbar allein über Netbits.Flow; wer Zugriff hat, entscheidet die Anwendung. Das lässt sich nicht zurücknehmen – am Laufwerk lägen dann Dateien, deren Rechte nie für eine Freigabe berechnet wurden, und sie erschienen auf einen Schlag am Share. Gedacht ist es für Ablagen, an die niemand direkt heran soll – vor allem die E-Mails mit ihren Anhängen. Eine Rechte-Durchsetzung gibt es dann nicht zu wählen: Sie ist „extern“ und bedeutet hier „keine“. Auch auf der Platte des eigenen Fileservers (etwa /srv/nbf-lokal/mail) wird ein solcher Ort nicht als Netzlaufwerk angeboten.

  • Altbestand – nur lesen – der alte Server, aus dem die Abteilungen übernehmen, was sie weiter brauchen. Flow hängt ihn nur lesend ein (ro), legt dort keine Hauptordner an und gleicht nichts ab. Wer welchen Ordner sieht, steht im Menü der Zeile unter Zuweisungen … (mit Vorschlägen aus den alten Rechten), wie weit die Übernahme ist, unter Überblick …; die Benutzer finden ihn in der Ablage unter „Altbestand“. Ein Speicherort, der schon Hauptordner trägt, wird kein Altbestand.

Speicherorte der Anlage

Manche Speicherorte gehören nicht einem Mandanten, sondern der ganzen Installation. Sie werden von Netbits eingerichtet und stehen bei Ihnen in der Liste: sichtbar, mit Zustand und Hauptordnern, aber nicht bearbeitbar (Herkunft „Anlage“).

Der Grund ist die Cloud: Dort liegen alle Kunden auf derselben Maschine und meist auf demselben Speicher. Fünfzig Kunden mal drei Speicherorte wären 150 Einrichtungen für drei physische Orte – und 150 Gelegenheiten, einen Pfad zu vertippen, womöglich auf das Verzeichnis eines anderen Kunden. Getrennt wird stattdessen im Pfad: Unter einem Speicherort der Anlage liegt jeder Hauptordner unter {Mandant}/{Bereich}/…, vom System gesetzt und nicht eingebbar.

Ihre Hauptordner darauf gehören weiterhin Ihnen: Sie legen sie an, wählen ihren Bereich und verwalten sie wie überall sonst.

Verbindung: Wer stellt den Mount her?

  • keine – der Pfad ist bereits eingehängt; das erledigt das Betriebssystem (fstab/systemd). Der klassische Weg, wenn der Server ohnehin verwaltet wird.
  • CIFS/SMB – Netbits.Flow hängt die Freigabe selbst ein: Quelle (z. B. //nas/ablage), Anmeldename und Passwort direkt hier im Formular; bei einem Windows-/AD-Server zusätzlich die Domäne (z. B. NETBITS), bei einem NAS mit lokalen Konten bleibt sie leer. Das Passwort wird verschlüsselt gespeichert und beim Speichern nie wieder angezeigt – leer lassen heißt „unverändert“. Am File-Server gehört dafür ein eigenes Dienstkonto angelegt (z. B. svc-netbits-flow) mit Schreibrecht auf die verwalteten Hauptordner.
  • NFS – wie CIFS, nur ohne Anmeldedaten (NFS berechtigt über den Host).

Beim Anlegen muss die Verbindung stehen: Scheitert der Mount, wird der Store nicht angelegt – der Fehler erscheint im Prüf-Fenster, und es geht zurück in die Konfiguration. Danach stellt der Abgleich die Verbindung vor jedem Lauf selbst sicher; fällt sie später aus, steht der Grund direkt am Store (Zustand-Spalte, Tooltip). Ein leerer Mountpunkt gilt bewusst als nicht erreichbar – sonst würde in den leeren Ordner geschrieben, und der echte Bestand läge unsichtbar darunter, sobald der Mount wieder steht.

Rechte-Durchsetzung: Wer setzt die Hauptordner-Grenze am Laufwerk durch?

Zwei Wege: Ein fremder File-Server setzt die Rechte selbst, oder der eigene Fileserver von Netbits.Flow gibt die Ablage frei (siehe unten).

  • extern (Standard) – der File-Server (Synology, Windows, Samba …) setzt die Rechte. Netbits.Flow berechnet je Hauptordner das Soll-Bild – welche technische Gruppe mit welchen Mitgliedern hingehört – und zeigt es unter Dateien → Zu prüfen als Einricht-Vorlage. Ändert sich die Mitgliederliste, wird das dort vermerkt („Soll-Bild geändert“), damit der File-Server-Admin nachziehen kann. Hat der Speicherort eine CIFS-Verbindung, liest der Abgleich zusätzlich, was der File-Server an jedem Hauptordner erlaubt – mit der Anmeldung der Verbindung, nur lesend –, und Zu prüfen zeigt unter „Abweichungen zum Fileserver“, wo es auseinanderläuft: wer drüben darf und in Netbits.Flow nicht, wer in Netbits.Flow darf und drüben nicht, Konten ohne Zuordnung (mit Vorschlag und Knopf „Zuordnen“) und Ordner darunter mit eigenen Rechten. Netbits.Flow ändert am File-Server nie etwas; nachziehen muss der Admin dort. Heißt ein Mensch an verschiedenen Servern verschieden („mmuster“ am alten Server, „mm“ an der NAS), steht das am Konto unter Name je Fileserver; als Fileserver gilt der Host der Verbindung (bei //nas01/Daten also nas01). Wo dort nichts steht, gilt der Freigabe-Login. Unter Verbindung stehen die Administratorgruppen am Fileserver (vorbelegt: administrators, wie an einer Synology; an einem Windows-Server z. B. Domänen-Admins): Wer nur über sie an einen Hauptordner kommt, steht in einem Satz statt einzeln. Leer heißt: alle einzeln.
  • lokal – Netbits.Flow läuft auf der Maschine, die die Freigabe selbst ausliefert, und setzt Unix-Gruppen und Zugriffsrechte direkt. Handänderungen am Laufwerk werden beim nächsten Abgleich zurückgesetzt und protokolliert.
  • eigener Fileserver – nur, wo die Installation ihn betreibt: Netbits.Flow gibt den Speicherort selbst als Netzlaufwerk frei und setzt die Rechte daran. Der Ort muss unter der gemeinsamen Ablage liegen und vom Betriebssystem eingehängt sein; eine Verbindung, die Netbits.Flow selbst herstellt, sähe der Fileserver nicht.

Damit die Mitglieder an einem fremden Share ankommen, braucht jedes Konto seinen Freigabe-Login (Benutzerverwaltung → Konto): die Zuordnung zum Benutzer am File-Server. Passwörter eines fremden File-Servers verwaltet Netbits.Flow nicht.

Eigener Fileserver

Betreibt die Installation den eigenen Fileserver, steht über der Liste eine Zeile zu ihm: ob er läuft, wer gerade verbunden ist und wann er Konten und Freigaben zuletzt übernommen hat. An ihm gelten die Rechte aus Netbits.Flow – wer in der Gruppe eines Hauptordners ist, sieht ihn am Netzlaufwerk; wer es nicht ist, sieht nicht einmal seinen Namen.

Je Speicherort mit „eigener Fileserver“ gibt es eine Freigabe unter seinem Namen, darin die Hauptordner: \\SERVER\Firma\Buchhaltung. Liegt der Speicherort auf einem NAS, das per NFS oder SMB eingehängt ist, bekommt stattdessen jeder Hauptordner eine eigene Freigabe (\\SERVER\Buchhaltung) – über solche Verbindungen kommen die Rechte am Ordner nicht verlässlich an, also prüft sie der Fileserver an der Freigabe.

Anmelden mit dem Anmeldenamen aus Netbits.Flow bis zum @ (aus anna@netbits.at wird anna; Windows läse den Rest als Domäne) und demselben Kennwort wie in Netbits.Flow. Unter Windows mit vorangestelltem FLOW\, also FLOW\anna. Einen anderen Namen am eigenen Fileserver trägt man am Konto unter Name je Fileserver mit dem Fileserver flow ein; zwei Konten mit demselben Namen gehen nicht – das neuere kommt dann nicht ans Laufwerk. Wer nicht ans Laufwerk kommt und warum (doppelter Name, noch kein Kennwort fürs Laufwerk), steht hier in der Zeile zum Fileserver. Ein Konto, das sein Kennwort gesetzt hat, bevor es den Fileserver gab, kommt nach seiner nächsten Anmeldung an Netbits.Flow hinein. Änderungen – neues Kennwort, neue Gruppe, gesperrtes Konto – gelten nach spätestens etwa einer Minute; wer dabei etwas verliert, wird am Laufwerk getrennt und muss sich neu verbinden.

  • Windows: Explorer → Dieser PC → Netzlaufwerk verbinden, Ordner \\SERVER\Firma, „Verbindung mit anderen Anmeldeinformationen herstellen“, Benutzer FLOW\name, Kennwort merken.
  • macOS: Finder → Gehe zu → Mit Server verbinden, smb://SERVER/Firma; das Kennwort kommt in den Schlüsselbund (noch nicht an einem Mac geprüft).
  • Linux: im Dateimanager smb://SERVER/Firma, oder dauerhaft per mount.cifs mit einer Datei für die Zugangsdaten.

Schnappschüsse: Liegt die Ablage des Fileservers auf btrfs, legt Flow werktags stündlich einen Schnappschuss an (Vorgabe 7 bis 19 Uhr) und behält die neuesten 24, dazu je Tag einen für 14 Tage und je Woche einen für 8 Wochen – alles unter Systemparameter → Dateien. Die Zeile zum Fileserver sagt, wie viele es gibt und wann der jüngste entstand, oder warum keiner entstehen kann (etwa: kein btrfs).

Meldet er sich nicht mehr, steht das hier und unter Dateien → Zu prüfen: Dann sind die Netzlaufwerke vermutlich nicht erreichbar, auch wenn jeder Speicherort „ok“ zeigt. Wie lange er schweigen darf, bevor das erscheint, steht unter Systemparameter → Dateien („Fileserver: gilt als stehengeblieben nach“, Vorgabe eine Minute).

Virenprüfung am Netzlaufwerk

Am eigenen Fileserver prüft Flow jede neue oder geänderte Datei mit dem Virenscanner (ClamAV) – nach jedem Abgleich, und den löst eine Änderung am Laufwerk nach wenigen Sekunden aus. Findet er etwas, nimmt Flow die Datei aus der Freigabe: Sie liegt danach am Server unter .quarantaene neben der Ablage, nur für den Verwalter des Servers erreichbar, und steht unter Zu prüfen → Virenfunde am Laufwerk mit dem Namen des Fundes. Auch eine fixierte Datei kommt dorthin. Zwischen dem Speichern und der Prüfung vergehen wenige Sekunden, in denen die Datei noch geöffnet werden kann. Wie viele Dateien ein Abgleich höchstens prüft, steht unter Systemparameter → Dateien („Virenprüfung am Laufwerk“). Ohne Virenscanner oder wenn er nicht antwortet, wird nichts geprüft und nichts verschoben – der Hinweis zum Scanner steht dann unter „Zu prüfen“.

Blob-Speicher

Darüber steht auch der Blob-Speicher: der Ort, an dem Netbits.Flow Versionen, Rohnachrichten, Kontaktbilder und hochgeladene Dateien bis zur Ablage hält. Er ist kein Speicherort zum Anlegen und erreichbar nur über Netbits.Flow. Er liegt im Ordner blobs/ des Datenträgers mit der Verwendung Versionen (Datenträger); ohne einen solchen dort, wo die Anlage ihn hinlegt. Die Zeile zeigt, wo er liegt, wie viel dieser Mandant belegt und wie viel auf der Platte frei ist.

Er gehört auf den Datenspeicher, nicht auf die Platte, die das System und die Datenbank trägt: Läuft sie voll, steht die ganze Installation. Liegt er dort, ist die Zeile gelb und sagt es; ebenso, wenn er nur in der Schreibschicht des Containers liegt (dann wäre er nach dem nächsten Update weg) oder das Verzeichnis fehlt. Ein Speicherort darf den Blob-Speicher weder enthalten noch in ihm liegen – sonst gäbe das Netzlaufwerk die Inhalte aller frei.

Zustand und Abgleich

Was am eigenen Fileserver oder einem anderen lokal eingehängten Speicherort entsteht, sieht Netbits.Flow sofort: Ein Wächter meldet jede Änderung, und wenige Sekunden später ist der Speicherort abgeglichen. An einem fremden Server (per CIFS oder NFS eingehängt) geht das nicht – dort bleibt es beim Abgleich alle 15 Minuten, der auch sonst als Netz weiterläuft.

ok, flüchtig oder nicht erreichbar, dazu der letzte Abgleich. Ein nicht erreichbarer Store ist kein Datenverlust: Verbindung oder Mount fehlen, und sobald sie wieder da sind, stimmt alles wieder. Bis dahin stehen die betroffenen Verweise unter „Zu prüfen“ in der Ablage.

flüchtig ist der gefährlichere Fall, gerade weil er harmlos aussieht: Der Pfad ist da, man kann hineinschreiben, es funktioniert alles – nur liegt er im Dateisystem des Servers selbst und nicht auf einem eingebundenen Laufwerk. Beim nächsten Update ist alles weg, ohne Meldung und ohne dass vorher irgendetwas kaputt ausgesehen hätte. Abhilfe: das Laufwerk einbinden (Verbindung CIFS/NFS am Store oder ein Bind-Mount am Host) oder den Pfad auf ein bereits eingebundenes Laufwerk ändern. Bis dahin wird weiter geschrieben – gesperrt wird nichts, aber der Store sagt, woran man ist.

Stand: 01.11.2026

Hängt zusammen mit

Stand der Texte: Netbits.Flow 0.2.0.0-beta.3 · Schlüssel dateien.store

Netbits.Flow ist ein Produkt der Netbits e.U. ·Kontakt · Impressum · Datenschutz